Physiotherapie Oberpichler
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CMD ist eine weit verbreitete Störung des Kausystems. Es fallen darunter mehrere Erkrankungen der Kiefergelenke und Kaumuskeln sowie Störungen der Zahnkontakte, die einzeln oder gemeinsam auftreten. Auch psychische Aspekte spielen oft eine Rolle. CMD wird vielfach erst spät erkannt und behandelt. Welche Symptome auf eine CMD hinweisen, welche Therapiemöglichkeiten es gibt und was Sie selbst tun können, erfahren Sie bei mir!


CMD: Symptome

Die eindeutigsten Zeichen für eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sind Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Kopf-Hals-Bereich:

  • Kieferschmerzen können beim Kauen oder in Ruhe, einseitig oder beidseitig im Ober- oder Unterkiefer auftreten.
  • Der Kiefer fühlt sich verspannt an oder es sind Schmerzen im Kiefergelenk spürbar (zum Beispiel beim Kauen harter Speisen).
  • Die Kiefergelenke und/oder Kaumuskeln können berührungsempfindlich sein.
  • Auch Zahnschmerzen sind möglich.

Gleichzeitig gibt es bei CMD oft Probleme, den Mund weit zu öffnen – manche Betroffene bekommen ihn gar nicht richtig weit auf. In anderen Fällen sind die Kiefergelenke überbeweglich und „kugeln“ leicht aus (Kiefersperre).

Oft weisen Menschen mit CMD einen Fehlbiss auf: Sie können die Zähne von Unter- und Oberkiefer nicht ganz passend, sondern nur versetzt zusammenbringen. Zusätzlich kann sich beim Kauen oder Sprechen ein Knacken und Reiben im Kiefergelenk bemerkbar machen.

Viele CMD-Patienten knirschen mit den Zähnen (Bruxismus), entweder tagsüber oder nachts. Umgekehrt ist das Risiko für eine CMD erhöht, wenn Patienten mit den Zähnen knirschen. Sie reiben dabei den Zahnschmelz ab. In der Folge reagieren die Zähne überempfindlich auf Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures.

Außerdem folgen auf die ständige Muskelanspannung beim nächtlichen Zähneknirschen Schmerzen oder morgendliche Steifigkeit in den Kaumuskeln oder in angrenzenden Muskelgruppen. Meist sind die Regionen der Wange und der Schläfe betroffen. Zusätzlich beginnen die Kiefergelenke aufgrund der Überbelastung zu schmerzen.